Ratgeber Check und Pflege
Wie fit ist Ihr Fahrrad?
Das Fahrrad ist ein mobiles Fitness-Studio für Jedermann. Achten Sie darauf, dass es in Form bleibt. Behandeln Sie es pfleglich und prüfen Sie es gelegentlich auf Herz und Bremsen.
Putz und munter ans Rad
Der Dreck muss weg, da sich unter dem Schmutz häufig Mängel verbergen. Und die dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. Aber auf keinen Fall sollten Sie ihm mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe rücken, da Wasser in die Lager dringen kann oder empfindliche Teile wie Schaltung und Federgabel gestört werden. Unser Tipp: Reinigen Sie das Rad einfach mit einem feuchten Lappen.
Haben Sie den Spuren des Alltags beseitigt, geht es mit großen Prüfungsschritten weiter
Rahmen und Gabel
Hat der Rahmen Risse oder andere Beschädigungen? Ist die Gabel verzogen? Wenn ja, brauchen Sie eine neue.
Federgabeln sind aufgrund ihres komplizierten Innenlebens ein Fall für den Fachmann. Tritt bei ölgedämpften Federgabeln Öl aus, müssen die Dichtungen getauscht werden. Sind Kerben oder Riefen auf der Gabelbrücke? Achtung, die Gabel könnte brechen.
Bremsen
Zunächst kontrollieren Sie die Bowdenzüge, sie sollten weder Knicke aufweisen noch „ausgefranst“ sein. Achten Sie besonders auf die Stellen an den Klemmschrauben und an den Zuganschlägen am Rahmen. Defekte Bowdenzüge bitte austauschen
Reinigen Sie die Bowdenzüge gelegentlich und gönnen Sie ihnen einen Tropfen Öl. Ausnahmen sind Bowdenzüge mit Teflon-Innenbeschichtung oder mit eingezogenem Teflonrohr. Diese dürfen auf keinen Fall geölt werden, da das Teflon aufquillt und der Zug blockiert wird.
Haben Sie noch ausreichend Belag auf den Bremsen? Wenn die Querrillen an den Bremsbelägen nicht mehr sichtbar sind, müssen die Beläge ausgetauscht werden. Achten Sie auch auf den korrekten Sitz der Beläge: Sie sollten beim Anziehen der Bremse flach und gleichmäßig auf der Felge aufliegen und nicht am Reifen scheuern. Wichtig ist auch, dass der Bremshebel möglichst schnell anspricht. Ein zu langer Leerweg kostet im Notfall wertvolle Sekundenbruchteile. Bewegt sich der Handhebel etwas schwer, hilft ein Tropfen Öl.
Räder und Reifen
Lassen sich die Laufräder nicht einwandfrei drehen oder wird die allseits bekannte „Acht“ festgestellt, hilft der Fachhändler. Meistens kann er sie mit dem Speichenschlüssel beheben. Ist die Felge jedoch richtig verbogen, muss sie ausgewechselt werden.
Fallen Ihnen bei der Prüfung der Reifen Seiten- oder Höhenschläge auf, muss das Rad nicht zwangsläufig eine „Acht“ haben. Es ist auch möglich, dass der Reifenunterbau (Karkasse) gebrochen ist. Ist dies der Fall, wechseln Sie den Reifen.
Ist die Lauffläche bis auf die Karkasse abgefahren? Sind die Seitenwände spröde oder rissig? Auch in diesen Fällen sollten Sie den Reifen ersetzen. Ein Straßenreifen sollte mindestens 3,5 bar Luftdruck haben. Je schmaler der Reifen, desto höher der Luftdruck. Ein Rennradreifen darf auch 9 bar haben. Angaben zum Reifendruck finden Sie auch auf der Reifenflanke.
Lagerspiel
Zu guter Letzt sollten Sie kontrollieren, ob die Räder wackeln. Nehmen Sie die Felge zwischen Daumen und Zeigefinger und drücken Sie das Laufrad hin und her. Spüren Sie ein Wackeln, stellen Sie das Achslager nach.
Kette, Ritzel und Kettenblätter
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Spätestens wenn die Kette knirscht oder quietscht, muss sie gereinigt und neu geschmiert werden. Ölen Sie die Kette zunächst kräftig ein, anschließend muss sie mit einem ordentlich abgezogen werden. Ist die Kette sauber, wird sie wieder mit einem Schmiermittel eingefettet. Ketten sind starkem Verschleiß ausgesetzt. Sie dehnen sich mit jedem Tritt. Das können Sie feststellen, wenn sie mit den Fingern einige Millimeter von den Zähnen des Kettenblattes angehoben werden kann. Spätestens wenn Sie bei dieser Prüfung eine volle Zahnhöhe erreichen, sollte die Kette ausgetauscht werden. Die Ritzel und Kettenblätter sowie das Schaltwerk sollten ebenfalls gesäubert und nachgefettet werden. |
Beleuchtung
| Sehen und gesehen werden: Seien Sie ein leuchtendes Vorbild im Straßenverkehr und überprüfen Sie zunächst, ob die Kabel irgendwo scheuern. Anschließend überprüfen Sie die Lampen auf ihre Funktionsfähigkeit. Funktioniert der Dynamo. Walzendynamos werden durch die Lauffläche des Reifens angetrieben. Sie sind sehr laufruhig, rutschen aber bei Nässe und Schnee und verschleißen schnell. | ![]() |
Wie viel Beleuchtung braucht ein Fahrrad?
- Einen Scheinwerfer,
- ein Rücklicht,
- 15 Reflektoren:
- ein roter Großflächen-Rückstrahler hinten,
- ein roter Rückstrahler hinten,
- ein weißer Rückstrahler vorne,
- vier gelbe Pedalrückstrahler,
- acht gelbe Speichenreflektoren (je zwei je Laufrad und Richtung)
alternativ: weiße reflektierende Ringe in den Speichen oder an den Reifen.
Einer der hinteren Reflektoren darf mit dem Rücklicht kombiniert sein.
Der Scheinwerfer und die Rückleuchte werden vom Dynamo mit Strom versorgt. Batteriebeleuchtung ist in Deutschland als alleinige Beleuchtung nur für Rennräder mit einem Gewicht unter 11 kg zugelassen.
Klingel
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Achtung, jetzt kommen Sie: Warnen Sie andere Verkehrsteilnehmer mit einer hell tönenden Glocke. Signalhörner, Tuten oder Radlaufglocken will der Gesetzgeber allerdings auf keinen Fall hören. |




